Luftfeuchtigkeit in der Küche

Der Braten schmort in der Röhre, die Kartoffeln kochen vor sich hin und das Aufwaschwasser dampft im Becken. Die Gerüche, das Bratenfett und die Dampfwolken steigen auf und vermischen sich mit der Raumluft. Die entstandene Luftfeuchtigkeit in der Küche ist enorm. Das wirkt sich natürlich auf das Raumklima aus. Für den Menschen ist das unangenehm. Bausubstanz und Kücheneinrichtung leiden darunter.

Negative Auswirkungen zu hoher Luftfeuchtigkeit

Luftfeuchtigkeit in der Küche

Neben dem Badezimmer entsteht in der Küche die höchste Luftfeuchtigkeit. Durch eine falsche Verhaltensweise kann das zu großen Problemen führen. Der abkühlende Dampf setzt sich an Wänden, Decken, Fensterscheiben und Küchenzeile nieder. Wenn man nichts dagegen tut, bilden sich Feuchtigkeitsflecken.

Das ist die Grundlage für Farbschäden bzw. Schimmelbildung im Wand- und Deckenbereich. Die Furnierkanten an den Küchenschränken können sich lösen und absplittern. Metall kann korrodieren, schlimmstenfalls bildet sich Rost.

Hohe Temperaturunterschiede im Winter zwischen innen und außen verstärken den Prozess.

Durch das vermehrte Inhalieren von Schimmelsporen können Erkrankungen wie Asthma oder Allergien hervorgerufen werden.

Die Küche dient bei vielen Familien auch als Esszimmer. Hohe Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt dabei das Wohlbefinden. Die Raumtemperatur sollte 20 Grad Celsius und die Luftfeuchte 40 bis 60 Prozent betragen. Sollte nur gekocht werden, reichen auch 18 Grad Celsius aus.

Maßnahmen für eine richtige Luftfeuchtigkeit in der Küche

Entsprechend der Jahreszeit ist das Lüftungsverhalten entscheidend für ein optimales Raumklima. Regelmäßiges Stoßlüften ist die beste Variante. Am wirksamsten ist ein zehnminütiges Lüften morgens und abends. Dabei ist das Fenster vollkommen zu öffnen. Ein Ankippen des Fensters bringt weniger Effekt. Bei starker Dampfentwicklung ist ein Zwischenlüften zu empfehlen.

Im Hochsommer sollte man bei schwüler Witterung nicht tagsüber lüften. Da würde die Feuchtigkeit wahrscheinlich den umgedrehten Weg nehmen. Befindet sich ein Dunstabzug über dem Herd, der natürlich eine Verbindung nach außen haben muss, ist dieser immer zu benutzen.

Gekocht wird mit Deckel, dann kondensiert der Wasserdampf am Deckel und das Wasser verbleibt zu einem höheren Anteil im Topf. Geschirrspüler nach Programmende erst abkühlen lassen und dann öffnen. Das verhindert einen zusätzlichen Wasserdampfaustritt. Waschmaschinen und Wäschetrockner sollten in einem anderen Raum aufgestellt werden.

Bei fensterlosen Küchen und mangelhaften Entlüftungsschächten, schafft ein elektrischer Entfeuchter* schnell Abhilfe, die Luftfeuchtigkeit in der Küche zu senken.

Im Zweifelsfall kann der Einsatz eines Hygrometers gute Dienste leisten. Dieses Messgerät zeigt die Höhe der Luftfeuchtigkeit an. Ist sie zu hoch, muss entsprechend gehandelt werden.

Fazit – Luftfeuchtigkeit in der Küche

Die Luftfeuchtigkeit in der Küche schwankt durch das Kochen enorm. Nur durch gutes Lüften und entsprechende Verhaltensweisen schafft man ein gesundes Raumklima, fühlt sich wohl und schont die Bausubstanz.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Kategorien Räume