Richtig lüften im Winter

Richtig Lüften im Winter verringert die erhöhte Schimmelgefahr in den Wohnräumen. An kälteren Gebäudewänden kann die Feuchtigkeit aus der Raumluft kondensieren und Schimmelwachstum begünstigen. Auch schlecht belüftete Möbelrückwände bergen eine Schimmelgefahr. Diese Feuchtigkeit muss unbedingt heraus befördert werden.

Richtig lüften im Winter: Wie oft, wie lange und in welchen Räumen?

Richtig lüften im Winter

3-mal täglich bis zu 10 Minuten ist im Winter ein guter Richtwert. Aber auch an sehr kalten Tagen sind in den stark genutzten Räumen 3-mal täglich mindestens 4 Minuten angebracht. Um den Luftaustausch optimal zu gestalten, sollten mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet werden, damit ein Durchzug entsteht.

Wer nur ein Fenster hat, öffnet dazu seine Wohnungstür. Wenn die kalte Fensteraußenseite beschlägt, erkennt man sehr gut, wie die überflüssige Luftfeuchtigkeit aus dem Raum entweicht. Ist die Fensteraußenseite wieder abgetrocknet, hat man genug gelüftet.

Wichtig! Während des Lüftens die Heizung ausschalten, damit man nicht zum Fenster heraus heizt.

Keine Angst, da die meiste Wärme in beheizten Räumen in den Wänden und den Möbeln gespeichert ist, erwärmt sich der Raum nach dem Lüften recht schnell wieder.

Häufiger Fehler beim Lüften im Winter

Ein dauerhaft gekipptes Fenster stellt kein richtiges Lüften im Winter dar. Im Gegenteil. Auch im Treppenhaus, im Keller, in der Einzelgarage und ähnlichen Räumlichkeiten ist dies nicht angebracht. Sie sollten es durch stoßweise, richtiges Lüften im Winter ersetzen.

Indikatoren für häufigeres Lüften

Die Nutzung eines Raumes bestimmt die Häufigkeit der Belüftung. So ist in einem Raum mit mehreren Personen allein schon durch die Atmung ein häufigeres Lüften nötig.

  • Auch wer viele Zimmerpflanzen hat, muss durch deren Verdunstung vermehrt lüften.
  • Wird die Wäsche innerhalb der Wohnräume an der Luft getrocknet, muss auch hier unbedingt vermehrt gelüftet werden.
  • Weniger genutzte Räume, wie das Schlafzimmer, sollten geschlossen gehalten werden. So kann weniger Luftfeuchtigkeit aus anderen Räumen hereinströmen. Und das kühlere Schlafklima wird auch besser gehalten. Dann langt es, wenn man vor dem Schlafen und nach dem Aufstehen hier lüftet.
  • Bei der Benutzung von Baderäumen und der Küche sollten Sie die Türe schließen, damit die entstehende Feuchtigkeit nicht in die anderen Wohnräume gelangen kann. Ein zusätzliches Stoßlüften nach jeder Benutzung bietet sich hier an.
  • Sie kennen vielleicht das Kondenswasser an den Fensterscheiben, das sich im Winter bildet. Dieses sollten Sie immer wegwischen, um ein Schimmeln der Dichtungen zu vermeiden. Auch ist dieses Kondenswasser ein guter Indikator, dass Sie zu wenig oder nicht richtig lüften im Winter.

Die optimale Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 – 60 % liegen. Ein Hygrometer kann Ihnen den aktuellen Wert anzeigen.

Die wichtigsten Fakten zum Abschluss kurz zusammengefasst:

  • Je kälter es draußen ist, umso kürzer lüften.
  • 3-mal, mindestens 4 Minuten am Tag in den Haupträumen sollten es mindestens sein.
  • Heizung beim Lüften immer ausschalten.
  • Keine Fenster dauerhaft gekippt haben.
  • Versuchen mit Durchzug zu lüften.
  • Im Bad und der Küche entstandenen Dunst sofort heraus lüften.
  • Möbel sollten nicht direkt an den Wänden stehen, um Luftzirkulation zu ermöglichen.
  • Kondenswasser an den Fenstern trocken wischen.

Sie sehen, richtiges Lüften im Winter ist gar nicht so schwer.

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