Unterschied zwischen relativer und absoluter Luftfeuchtigkeit

Um den Unterschied zwischen relativer und absoluter Luftfeuchtigkeit zu erklären, muss ich an dieser Stelle etwas ausholen. Die Luftfeuchtigkeit beschreibt den Anteil des Wasserdampfs in der Luft. Flüssiges Wasser oder Eis werden der Luftfeuchtigkeit entsprechend nicht zugeordnet. Die Luftfeuchtigkeit ist eine bedeutende Kenngröße für viele meteorologische und technische Vorgänge, für viele Vorgänge bei Lebewesen und auch für die Behaglichkeit und die Gesundheit der Menschen.

In Abhängigkeit vom Druck und der Temperatur kann ein Luftvolumen nur eine bestimmte Höchstmenge an Wasserdampf enthalten. Die relative Luftfeuchtigkeit, welche das Maß für die Luftfeuchtigkeit ist, beträgt hiernach 100 %.

Wo liegt der Unterschied zwischen relativer und absoluter Luftfeuchtigkeit?

Unterschied zwischen relativer und absoluter Luftfeuchtigkeit

Der Wassergehalt in der Luft kann durch unterschiedliche Feuchtigkeitsmaße angegeben werden. Hierzu gehören die absolute und relative Luftfeuchtigkeit. Allgemein beschreibt die relative Luftfeuchtigkeit, die in Prozent angegeben wird, das Gewichtsverhältnis des Wasserdampfgehalts zu dem Wasserdampfgehalt, welcher für die aktuelle Temperatur und den Druck höchstens möglich ist.

Durch Aufnahme von Wasserdampf wird auch die Luftdichte verringert, weil bei gleich bleibendem Druck eine zugefügte Anzahl an Wassermolekülen die gleiche Anzahl von schweren Stickstoff- und Sauerstoffmolekülen verdrängt.

Absolute Luftfeuchtigkeit

Die absolute Luftfeuchtigkeit wird auch Wasserdampfdichte oder Dampfdichte genannt. Sie ist die Masse des Wasserdampfs in einem Luftvolumen, entsprechend dessen Dichte oder Konzentration. Diese wird in Gramm des Wassers je Kubikmeter an Luft angegeben.

Nach oben hin wird sie durch die maximal mögliche Feuchtigkeit begrenzt, welche während einer Sättigung vorherrscht.

Die absolute Luftfeuchtigkeit ist ein Maß für die im gegebenen Luftvolumen enthaltene Menge des Wasserdampfes. Sie lässt erkennen, wie viel Kondensat höchstens ausfallen kann und wie viel Wasser verdunsten muss, um eine bewusste Luftfeuchtigkeit zu bekommen.

Die absolute Luftfeuchtigkeit verändert sich bei der Volumenänderung des jeweiligen Luftpakets, ohne dass der Luft zusätzlich Wasserdampf hinzugefügt oder auch entzogen wird. Bei der Kompression eines Luftpakets werden die enthaltenen Wassermoleküle auf geringstem Raum konzentriert, die Anzahl je Kubikmeter nimmt zu und die absolute Feuchtigkeit steigt an.

Auch das Umgekehrte gilt bei der Expansion des Luftpakets. Die Änderung des Luftpakets kann durch Veränderung der Temperatur oder des Druckes verursacht werden.

Durch den Vergleich der Feuchtigkeitsgehalte von zwei Luftpaketen sind gegebenenfalls die Temperatur- und die Druckunterschiede ebenfalls zu berücksichtigen.

Relative Luftfeuchtigkeit

Die relative Luftfeuchtigkeit ist das prozentuale Verhältnis des momentanen Dampfdrucks des Wassers und dem Dampfdruck der Sättigung desselben über einer ebenen und reinen Wasseroberfläche. Bei der nicht prozentualen Angabe im Wertebereich von 0 bis 1 wird auch vom Sättigungsverhältnis gesprochen.

Die relative Feuchtigkeit lässt erkennen, in welchem Grad die Luft mit dem Wasserdampf gesättigt ist. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent enthält die Luft die Hälfte der Wasserdampfmenge, welche bei der Temperatur hierbei höchstens enthalten sein dürfte.

Bei 100 Prozent Luftfeuchtigkeit ist die Luft komplett mit dem Wasserdampf gesättigt. Hierbei wird auch von einer Wasserdampfkapazität gesprochen, die erreicht ist.

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