Luftfeuchtigkeit – Was ist das und warum ist sie so wichtig?

Unterschiedliche Faktoren sorgen dafür, dass wir uns in Räumen und im Freien wohl oder unwohl fühlen. Dazu gehören u. a. die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit. Aber was ist diese Luftfeuchtigkeit und warum ist sie so wichtig?

Was ist Luftfeuchtigkeit?

optimale Luftfeuchtigkeit laut Hygrometer

Wie sich anhand des Namens schon vermuten lässt, bedeutet Luftfeuchtigkeit, dass sich Wasseranteile, in Form von Wasserdampf, in der Luft befinden.

Der Wasserdampf ist für uns nicht sichtbar, aber dafür deutlich spürbar. Die Menge des Wassers in der Luft variiert.

Wie viel Wasserdampf die Luft maximal aufnehmen kann, hängt von der Lufttemperatur ab. Extrem trockene Luft, wie in der Wüste, enthält überhaupt kein Wasser. Ein Beispiel für sehr niedrige Luftfeuchtigkeit.

Bei kühlerer Luft, beispielsweise bei 20 °C, können maximal 17 g/m³ Wasser aufgenommen werden. Erst dann ist die Luft gesättigt. Warme Luft kann demnach mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte.

Bei Wetterberichten wird die Luftfeuchtigkeit in Prozent angezeigt. Diese Prozentzahl gibt an, wie viel Wasser relativ zur Maximalmenge in der Luft enthalten ist. Dieser Wert kann zwischen 0 % und 100 % liegen.

Maximale Aufnahmemenge an Wasser auf 1 Kubikmeter Luft. Abhängig von der Umgebungstemperatur.

Temperaturmaximale Wassermenge
0 °C5 g
10 °C9 g
20 °C17 g
30 °C30 g
40 °C50 g
50 °C80 g
60 °C120 g
80 °C300 g
100 °C580 g

Gelangt noch mehr Feuchtigkeit in die Luft, wird sie wieder abgegeben und ist für den Menschen in Form von Nebel oder Tautropfen sichtbar. Außerdem reagiert der menschliche Körper sehr sensibel auf zu hohe Luftfeuchtigkeit. 40 % bis 60 % empfinden wir als angenehm.

Welche Auswirkungen hat die Luftfeuchtigkeit auf uns?

Bei unter 40 % bekommen wir einen trockenen Mund, Hals oder Lippen. Uns fehlt Feuchtigkeit in der Luft. Steigt die Luftfeuchte über 60 %, empfinden wir die Luft als stickig oder verbraucht. Nach einiger Zeit führt das zu Unwohlsein und Kreislaufproblemen. Die mit Wasser angereicherte Luft zieht auch in Zimmerwände und Fenster.

Tapeten, Farbe und andere Materialien können durch das Wasser eine chemische Reaktion hervorrufen und zu Reizungen und Allergien führen. Außerdem sind hohe Raumtemperaturen und Feuchtigkeit der perfekte Nährboden für Schimmel.

Um die Feuchtigkeit in der Luft dauerhaft im Blick zu behalten und negative Folgen zu vermeiden, ist die Anschaffung eines Hygrometers empfehlenswert.

Ursachen für hohe Luftfeuchtigkeit:

  • Schwankende Temperaturen Tag / Nacht
  • Atemluft und Schweiß
  • Duschen, Kochen
  • Zum Trocknen aufgehängte Wäsche

Maßnahmen gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit:

  • Die Luftfeuchte sollte beim Schlafengehen knapp über 40 % liegen
  • Die Fenster sollten zum Stoßlüften am Abend und am Morgen für 10 Minuten geöffnet werden.
  • Die Heizung nie ganz ausstellen und eventuell bei zu hoher Luftfeuchtigkeit höher stellen.
  • Nicht zu viele Pflanzen bzw. Pflanzen mit großen Blättern in einem Raum aufstellen.

Fazit zur Luftfeuchtigkeit

Wie die Temperatur ist auch die Luftfeuchtigkeit für unser Wohlbefinden wichtig. Zu viel Wasser in der Luft ist nicht nur für den Menschen, sondern auch für die eigenen vier Wände schädlich. Mit einem Hygrometer* lässt sich die Feuchtigkeit in der Luft einfach überwachen und gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen treffen.