Luftfeuchtigkeit im Büro: Warum das Raumklima entscheidend für Gesundheit und Produktivität ist

Im Büro verbringt man oft viele Stunden – da sollte die Luft nicht nur frisch, sondern auch angenehm sein. Die Luftfeuchtigkeit im Büro spielt dabei eine viel größere Rolle, als viele denken. Sie beeinflusst nicht nur, wie wohl du dich fühlst, sondern auch, wie konzentriert und produktiv du arbeiten kannst.

Ist die Luft zu trocken, jucken schnell die Augen, der Hals kratzt und du wirst schneller müde. Zu feuchte Luft dagegen kann auf Dauer Schimmel begünstigen und Geräte beschädigen. Ein gutes Raumklima sorgt also nicht nur für mehr Wohlbefinden, sondern auch für weniger Krankheitsausfälle und ein angenehmeres Arbeitsumfeld.

In diesem Ratgeber erfährst du, warum die richtige Luftfeuchtigkeit so wichtig ist, wie du sie ganz einfach messen kannst und mit welchen Tricks du das Klima in deinem Büro dauerhaft verbessern kannst – ohne großen Aufwand.

Warum die richtige Luftfeuchtigkeit im Büro so wichtig ist

Optimale Luftfeuchtigkeit im Büro sorgt für gesundes und angenehmes Arbeitsklima mit Pflanzen und frischer Luft

Die Luftfeuchtigkeit im Büro hat einen großen Einfluss darauf, wie wohl du dich während der Arbeit fühlst. Ist die Luft zu trocken, trocknen Schleimhäute, Haut und Augen schneller aus. Das kann zu Kopfschmerzen, Reizhusten oder brennenden Augen führen – typische Beschwerden, die man im Büroalltag oft gar nicht mit der Luftqualität in Verbindung bringt.

Auch deine Konzentration leidet unter einem schlechten Raumklima. Wenn du dich ständig unwohl fühlst oder müde wirst, sinkt automatisch deine Leistungsfähigkeit. Eine ausgeglichene Luftfeuchtigkeit dagegen sorgt dafür, dass dein Körper weniger gestresst ist und du länger fokussiert bleiben kannst.

Aber nicht nur Menschen profitieren davon. Auch Möbel, Pflanzen und elektronische Geräte reagieren empfindlich auf zu trockene oder zu feuchte Luft. Ein stabiles Raumklima schützt also gleichzeitig deine Gesundheit und die technische Ausstattung im Büro.

Optimale Luftfeuchtigkeit im Büro – diese Werte sind ideal

Die ideale Luftfeuchtigkeit im Büro liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Innerhalb dieses Bereichs fühlen sich die meisten Menschen am wohlsten, und auch Geräte und Materialien bleiben in gutem Zustand. Im Winter kann der Wert durch Heizungsluft schnell auf unter 30 Prozent sinken, während er im Sommer durch hohe Temperaturen und wenig Lüftung oft über 60 Prozent steigt.

Hier eine kleine Orientierungshilfe:

RaumtemperaturIdeale Luftfeuchtigkeit
18–20 °C (Winter)40–50 %
21–23 °C (Sommer)45–60 %

Achte also nicht nur auf die Temperatur, sondern immer auch auf die Luftfeuchtigkeit. Ein gutes Hygrometer zeigt dir die Werte zuverlässig an. Besonders in Großraumbüros kann das Raumklima stark schwanken – etwa durch viele Computer oder Klimaanlagen. Eine regelmäßige Kontrolle hilft, das Wohlbefinden aller Mitarbeitenden zu verbessern.

Ursachen für falsche Luftfeuchtigkeit in Büroräumen

In vielen Büros ist das Raumklima unausgeglichen, ohne dass es jemand sofort bemerkt. Zu trockene Luft entsteht häufig im Winter durch Dauerheizung und zu wenig Frischluftzufuhr. Klimaanlagen entziehen der Luft zusätzlich Feuchtigkeit, was das Problem verschärft.

Auch technische Geräte wie Drucker, Computer oder Monitore tragen indirekt dazu bei: Sie erzeugen Wärme, die die Luft austrocknet. Umgekehrt kann eine zu hohe Luftfeuchtigkeit durch unzureichendes Lüften, viele Pflanzen oder feuchte Baumaterialien entstehen.

Ein weiteres Problem ist die Bauweise moderner Bürogebäude. Gut gedämmte Wände und dichte Fenster halten zwar Wärme drinnen, verhindern aber oft den natürlichen Luftaustausch. Wenn dann noch viele Menschen in einem Raum arbeiten, steigt die Luftfeuchtigkeit schnell an.

Die Folge sind schwankende Werte, die weder deiner Gesundheit noch der Technik guttun. Nur wer die Ursachen kennt, kann gezielt etwas dagegen tun.

Folgen zu trockener oder zu feuchter Luft im Büro

Illustration zeigt die Folgen zu trockener oder zu feuchter Luft im Büro mit welken Pflanzen und beschlagenen Fenstern

Eine dauerhaft falsche Luftfeuchtigkeit kann spürbare Folgen haben. Bei zu trockener Luft klagen viele über gereizte Augen, trockene Haut oder einen kratzenden Hals. Auch Erkältungen treten häufiger auf, weil trockene Schleimhäute Krankheitserregern weniger Widerstand leisten.

Zu feuchte Luft bringt andere Probleme mit sich. Wird sie nicht rechtzeitig reduziert, kann sich Schimmel bilden – vor allem in schlecht gelüfteten Ecken oder hinter Möbeln. Das ist nicht nur ungesund, sondern auch ärgerlich, wenn Akten oder Möbel Schaden nehmen.

Auch technische Geräte reagieren empfindlich auf ein schlechtes Raumklima. Zu hohe Feuchtigkeit kann Kontakte und Leiterplatten korrodieren lassen, während zu trockene Luft statische Aufladungen fördert. Beides kann langfristig zu Ausfällen führen.

Eine ausgewogene Luftfeuchtigkeit schützt also sowohl die Gesundheit als auch die technische Infrastruktur im Büro – zwei gute Gründe, darauf zu achten.

So kannst du die Luftfeuchtigkeit im Büro richtig messen

Um herauszufinden, wie es um das Raumklima steht, brauchst du ein zuverlässiges Hygrometer. Diese Geräte messen die relative Luftfeuchtigkeit und zeigen den Wert in Prozent an. Am besten platzierst du das Messgerät auf Tischhöhe, nicht direkt an Fenstern oder Heizkörpern – dort wären die Werte verfälscht.

Digitale Hygrometer bieten oft zusätzliche Funktionen wie Temperaturanzeige oder Datenaufzeichnung. Smarte Modelle lassen sich sogar mit dem Smartphone verbinden, sodass du Veränderungen über den Tag hinweg beobachten kannst.

Für größere Büros lohnt sich die Anschaffung mehrerer Geräte, um Unterschiede zwischen Arbeitsbereichen zu erkennen. Werte unter 40 Prozent oder über 60 Prozent zeigen Handlungsbedarf an.

Mit einer regelmäßigen Kontrolle stellst du sicher, dass das Raumklima stabil bleibt und du rechtzeitig reagieren kannst – bevor Beschwerden oder Schäden entstehen.

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Luftfeuchtigkeit im Büro erhöhen – einfache und effektive Maßnahmen

Gerade in der Heizperiode ist die Luft im Büro oft zu trocken. Zum Glück lässt sich das mit einfachen Mitteln verbessern. Schon regelmäßiges Stoßlüften hilft, Frischluft hereinzulassen und trockene Heizungsluft zu ersetzen.

Weitere Tipps:

  • Luftbefeuchter einsetzen: Elektrische Modelle arbeiten automatisch und sind besonders effektiv.
  • Zimmerpflanzen nutzen: Grünlilien, Ficus oder Farn geben Feuchtigkeit an die Luft ab.
  • Wassergefäße aufstellen: Schalen mit Wasser auf der Heizung erhöhen die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise.
  • Trinken nicht vergessen: Auch das eigene Wohlbefinden profitiert davon.

Mit diesen kleinen Maßnahmen kannst du schnell ein angenehmeres Raumklima schaffen. Schon wenige Prozentpunkte mehr Luftfeuchtigkeit machen einen großen Unterschied für Wohlbefinden und Konzentration.

Luftfeuchtigkeit senken – was hilft bei zu feuchter Raumluft?

Manchmal ist das Gegenteil der Fall: Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann das Arbeiten unangenehm machen. Besonders in schlecht gelüfteten Räumen oder Kellergeschossen sammelt sich Feuchtigkeit schnell an.

Hier helfen gezielte Maßnahmen:

  • Regelmäßig lüften: Mehrmals täglich für 5–10 Minuten Fenster weit öffnen.
  • Raumtemperatur anpassen: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen.
  • Luftentfeuchter nutzen: Elektrische Modelle regulieren die Feuchtigkeit zuverlässig.
  • Keine nassen Gegenstände lagern: Feuchte Kleidung oder Pflanzenuntersetzer erhöhen die Luftfeuchtigkeit unnötig.

Wenn du dauerhaft Werte über 60 Prozent misst, solltest du handeln. Andernfalls riskierst du Schimmelbildung, muffige Gerüche und Schäden an Möbeln oder Technik. Mit konsequentem Lüften und dem richtigen Gerät bekommst du das Raumklima schnell wieder in den Griff.

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Tipps für dauerhaft gutes Raumklima im Büroalltag

Ein gutes Raumklima entsteht nicht von selbst – es braucht ein bisschen Aufmerksamkeit. Achte regelmäßig auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit, um rechtzeitig eingreifen zu können. Viele moderne Hygrometer speichern Messwerte automatisch und helfen, Trends zu erkennen.

Auch richtiges Lüften ist entscheidend. Besser mehrmals kurz stoßlüften als das Fenster dauerhaft kippen. Das sorgt für einen schnellen Luftaustausch, ohne die Räume auszukühlen.

Sorge außerdem für ausreichend Pflanzen, die Feuchtigkeit abgeben und Schadstoffe filtern. Beliebt sind etwa Grünlilie, Bogenhanf oder Drachenbaum.

Wenn möglich, sollten alle im Büro ein Bewusstsein für gutes Raumklima entwickeln. Ein gemeinsamer Blick auf Hygrometerwerte oder eine kurze Lüftungspause zwischendurch tragen schon viel dazu bei, dass sich alle wohler fühlen und gesünder arbeiten können.

Fazit: Mit der richtigen Luftfeuchtigkeit im Büro zu mehr Wohlbefinden

Die Luftfeuchtigkeit im Büro ist mehr als nur eine Zahl auf dem Hygrometer – sie entscheidet über dein tägliches Wohlbefinden, deine Konzentration und sogar die Gesundheit deiner Kollegen. Wenn du beginnst, bewusster auf das Raumklima zu achten, wirst du schnell merken, wie stark sich schon kleine Veränderungen auswirken.

Teste ruhig verschiedene Methoden: Vielleicht reicht regelmäßiges Stoßlüften, vielleicht helfen Pflanzen oder ein Luftbefeuchter besser. Wichtig ist, dass du herausfindest, was in deinem Büro am besten funktioniert.

Auch saisonale Schwankungen spielen eine Rolle – im Winter ist oft mehr Aufmerksamkeit gefragt als im Sommer. Sieh die Raumluft also als etwas Dynamisches, das du aktiv gestalten kannst. So schaffst du nicht nur eine angenehmere Arbeitsumgebung, sondern tust langfristig auch etwas für deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

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