Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer

Für einen erholsamen und gesunden Schlaf ist das Raumklima im Schlafzimmer entscheidend. Dafür ist wichtig, dass Temperatur und Luftfeuchtigkeit stimmen. Zu warm oder zu kalt bringt einfach nicht die gewünschte Erholung und morgens wacht man gerädert auf.

Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer schlägt sich auf die Schleimhäute nieder und begünstigt Erkältungen, ist die Luftfeuchtigkeit aber zu hoch, kann es im schlimmsten Fall zu Schimmelbildungen kommen, die ein ernsthaftes gesundheitliches Risiko darstellt. Wie kann also für eine optimale Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer gesorgt werden?

Da der Mensch gut sechs bis acht Stunden Schlaf braucht, verbringen Sie gut ein Viertel der verfügbaren Zeit im Schlafzimmer – da lohnt es sich, einen Blick auf die Schlafbedingungen zu werden, denn nur, wer gut erholt morgens aufwacht, kann auch den Tag genießen und mit voller Kraft und Energie starten.

Wie viel Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer ist normal?

Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer

Das optimale Raumklima zum Schlafen liegt bei 16 bis 18 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit sollte bei etwa 50 Prozent liegen. Diese Werte sind natürlich nur Richtwerte, denn jeder Mensch empfindet Temperatur ein wenig anders.

Ob das Raumklima stimmig ist, entscheidet, wie erholsam Sie morgens aufwachen. Mit einfachen Messgeräten können Sie die Werte überprüfen und einmal kontrollieren, wie es in Ihrem Schlafzimmer um das Raumklima und die Luftfeuchtigkeit bestellt ist. Sie werden sehen, die Balance zu halten ist gar nicht so einfach. Es braucht Ihr aktives Tun, um eine optimale Schlafumgebung zu schaffen.

Auch bleiben die Werte nicht konstant, sondern ändern sich: Durch die Atmung wird stetig Feuchtigkeit an die Umgebung abgegeben – daher wird der Wert der Luftfeuchtigkeit morgens höher sein als abends. Und auch die Anzahl an Personen, die sich im Schlafzimmer zur selben Zeit aufhalten, bestimmt die Schwankungen: Wenn Sie alleine schlafen wird der Wert weniger stark schwanken – bei einer fünfköpfigen Familie mit Familienbett wird es einen deutlichen Unterschied geben. Und auch Haustiere tragen zur Veränderung bei!

Schwankungen durch Jahreszeiten

Besonders im Sommer ist es nicht einfach, das ideale Raumklima zum Schlafen herzustellen – das werden Sie vielleicht kennen, wenn Sie sich in tropischen Nächten unruhig von seiner Seite zur anderen wälzen, weil es einfach zu warm ist. Mit zunehmender Temperatur nimmt die Luft auch immer mehr Feuchtigkeit auf – so sind im Sommer Werte mit bis zu 70 Prozent Feuchtigkeit nicht untypisch. An erholsames Schlafen ist dann aber nicht zu denken.

Im Winter ist es genau umgekehrt, aber es fällt leichter, die passende Temperatur mithilfe einer Heizung zu regulieren. Da die kühle Luft aber weniger Feuchtigkeit aufnimmt, ist die Luft in den kalten Monaten häufig zu trocken. Das führt zur Austrocknung der Schleimhäute, wodurch Erkältungen begünstigt werden.

Wenn zu viel oder zu wenig Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer herrscht, müssen Sie zu Gegenmaßnahmen greifen, die das Gleichgewicht wieder herstellen. Was können Sie also tun, um erholsamen Schlaf zu unterstützen?

Das Klima natürlich regulieren

Die Schlafzimmereinrichtung spielt bei der Frage nach dem Raumklima ebenso eine wichtige Rolle: Holz wirkt ähnlich wie eine natürliche Klimaanlage, da bei hoher Luftfeuchtigkeit das Holz Feuchtigkeit aufnimmt und bei trockener Luft wieder abgibt. Ob das Bett, der Boden oder die Wände: Eine Kombination aus Zimmerpflanzen, Holz und einem gesunden Lüften unterstützt die Luftfeuchtigkeit.

Wie kann Luftfeuchtigkeit gesenkt werden?

Ist im Schlafzimmer die Luftfeuchtigkeit zu hoch, dann hilft nur eines: Lüften. Und das regelmäßig. Am besten geeignet ist Stoßlüften: 3-4 Mal pro Tag das Fenster für 10-15 Minuten ganz öffnen. Wenn Sie zusätzlich für Luftzug sorgen können, perfekt! Wenn das nicht ausreicht, können Luftentfeuchter die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer senken. Solche Spezialgeräte sind beim Fachhändler für Elektro erhältlich.

Wie kann ich die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer erhöhen?

Oft genügt es schon, wenn Sie Zimmerpflanzen mit großen Blättern im Schlafzimmer aufstellen, die die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Geeignet sind etwa das Einbliss, Bogenhanf, Aloe Vera oder die Goldfruchtpalme. Wenn Zimmerpflanzen nicht den gewünschten Erfolg bringen, dann können Luftbefeuchter Abhilfe schaffen.

Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit, in dem Wasser verdunstet und vernebelt wird. Einfacher ist es, wenn Sie tagsüber feuchte Tücher auf die Heizung hängen oder eine Schale mit Wasser aufstellen. Beide Varianten führen zum gewünschten Erfolg.

Was tun, wenn sich bereits Schimmel gebildet hat?

Die falsche Luftfeuchtigkeit kann auf die Bausubstanz gehen und Schimmelbildung fördern. Sollten Sie bereits Schimmelsporen im Schlafzimmer entdeckt haben, wenden Sie sich umgehend an einen Fachmann. Schimmel gefährdet Ihre Gesundheit und muss behandelt werden.

Fazit – Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer

Raumklima und Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer haben einen erheblichen Einfluss auf einen erholsamen Schlaf. Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann Schimmelbildung begünstigen, zu trockenes Raumklima wiederum wirkt negativ auf unsere Schleimhäute.

Um eine optimale Luftfeuchtigkeit und eine Balance zwischen Temperatur und Klima zu schaffen, ist nicht nur regelmäßiges Lüften wichtig, sondern auch Zimmerpflanzen und Holz, das wie eine natürliche Klimaanlage wirkt. Wenn einfache Hausmittel nicht helfen, dann gibt es spezielle Geräte im Fachhandel, die das Raumklima regulieren und einen gesunden und erholsamen Schlaf fördern.

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